Feridun Zaimoglu

Zaimoglus sehr offene, gelegentlich offensive Worte sind immer wieder eine gelungene und unterhaltsame Lektüre. Der junge Serdar ist von Kiel in die Türkei geflohen, um Abstand von seinem Leben in Deutschland zu gewinnen.

In Briefen an seinen Freund Hakan und seine Ex-Freundinnen Dina und Anke schreibt Serdar von seinen Erlebnissen, Gefühlen und Gedanken über das andere Geschlecht und den damit verbundenen Erektionsschwierigkeiten. Zum Höhepunkt kommt die Geschichte als sich Serdar in Rena verliebt und sich mit dem zwielichtigen Baba anlegt.

Zaimoglu schreibt in der für ihn typisch kraftvollen Sprache über das Leben. Besonders die erfundenen Interviews sind sehr amüsant.

In diesem Buch werden ca. 30 Stories von Ertan Ongun erzählt. Ertan lebt in Kiel und erlebt in seiner Jugend und als junger Erwachsener, was es heißt drogensüchtig, kriminell und psychisch kaputt zu sein. Die Geschichten sind authentisch aber natürlich durch die subjektive Sicht von Ertan beeinflusst.